Blog / News

zurück

 

Hallenbad in der Stadtkirche?

Do 29.08.2013 07:56
Autor: Quartierentwicklung Innenstadt

Die provokative These wurde am Podiumsgespräch der 'Stadtgespräche' (http://www.stadtgespraeche-olten.ch) am Mittwoch, 28.08.13 im Kunstmuseum Olten kontrovers diskutiert.

stadtgespräche.ch möchte die Diskussion anstossen, wie die Zukunft kirchlicher Gebäude in der Zeit abnehmender Gottesdienstteilnehmenden auch genutzt werden könnten. Bleiben sie in der heutigen Funktion erhalten? Gibt es andere Nutzungen? Finden durch Drittnutzungen Entweihungen statt? Sind Mischnutzungen denkbar?

Auf dem Podium diskutierten unter der Moderation von Urs Knapp:

  • Markus Landert, Direktor Kunstmuseum Thurgau
  • Ursula Ulrich-Vögtlin, Synodepräsidentin Christkatholische Kirche, ex Nationalrätin
  • Hans Ulrich Egli, ehem. Pfarrer und Pionier offene Kirche Bern
  • Peter Kaiser, Leiter Historisches Museum Olten, als Einstiegsrefererent

Die offene Kirche funktioniert offenbar in Bern. Ex-Pfarrer Hans Ulrich Egli berichtete davon. Für ihn ist eine geschlossene Kirche im Zentrum ein Unding. Hier könnte die Kirche ihren Aufgaben nachkommen. Dies heisst auch, sich für Menschen am Rande der zu öffnen ('Stadtkirchen zeigen auch die Wunden der Stadt'). Markus Landert geht davon aus, dass das Nebeneinander verschiedener Funktionen für alle belebend ist. Dabei ist jedoch die Identität
des Ortes zu berücksichtigen und zu bewahren, da sonst dessen Möglichkeiten nicht ausgeschöpft werden. Laut Ursula Ulrich-Vögtlin ist die Christkatholische Kirchgemeinde offen für neue Ideen, sie pocht jedoch auf eine Mitverantwortung

der Stadt. Stimmen aus dem Publikum bestätigen dies und weisen auch darauf hin, dass bereits heute viele kulturelle Veranstaltungen in der Stadtkirche stattfinden. Dabei hat die Stadtkirche eine ganz besondere Bedeutung als Geburtsstätte des Christkatholizismus und damit als dessen geistiges Zentrum.

In der Diskussion kristallisierte sich eine möglichst breit abgestützte Stiftung als Trägerschaft heraus. Betont wurde auch die Bedeutung von breiten Gesprächen. Konkrete Ideen wurden am Anlass nicht diskutiert. Dafür wurde eine "Denkwerkstatt" angeregt, um gute Ideen zu finden und zu diskutieren.

Im Anschluss wurde die Diskussion zum Apéro in die Kirchgasse verlagert.

Kommentare (0)

Neuer Kommentar

Name *
Email (sichtbar)
Homepage (sichtbar)
Kommentar *
Sicherheitscode *
Security Code
 

Grafik & Design by mosaiq - Umsetzung: apload GmbH

Treffpunkt Innenstadt | 4600 Olten | Impressum | Ein Projekt der Stadt Olten